Was verbindet Sodbrennen und Durchfall?

Viele Frauen klagen über Sodbrennen und Durchfall in der Schwangerschaft. Beides sind Symptome für Störungen des Magen-Darm-Traktes. Hierfür ist hauptsächlich das Hormon Progesteron verantwortlich, welches in der Schwangerschaft verstärkt ausgeschüttet wird.

Was ist Progesteron?

Progesteron, welches auch als Gelbkörperhormon bezeichnet wird, wird bei Frauen vor allem im Eierstock(Ovar) gebildet. Außerhalb einer Schwangerschaft dient es dazu, nach einem Eisprung die Gebärmutter dazu anzuregen, sich zu entfalten und zu entspannen. Es soll also eine Einnistung vorbereiten und ermöglichen. Während der Schwangerschaft bildet die Plazenta verstärkt Progesteron aus. Dies verhindert einerseits das Einnisten von weiteren Eiern, andererseits verhindert es ein zu frühes Einsetzen der Wehen, da das Progesteron eine entspannende Wirkung auf die Muskeln der Gebärmutter hat.

Warum wirkt sich Progesteron auf meinen Magen-Darm-Trakt aus?

Leider sorgt Progesteron nicht nur für eine Entspannung der Gebärmutter, sondern wirkt sich auch noch auf andere Muskeln aus. So befindet sich z.B. zwischen Magen und Speiseröhre ein Schließmuskel, dessen Aufgabe es ist, die Magensäure aus der Speiseröhre herauszuhalten. Durch die entspannende Wirkung des Progesteron wird jedoch auch dieser Muskel entspannt, so dass Magensäure in die Speiseröhre gelangen kann und es zum Sodbrennen kommt. Das gleiche gilt für andere Schließmuskel. Dies erklärt das häufigere Auftreten von Durchfall während der Schwangerschaft und den ebenfalls häufig auftretenden Harndrang.

Gibt es neben Progesteron noch weitere Ursachen für meine Beschwerden?

Neben dem Progesteron verstärkt auch das Baby im Bauch die Beschwerden. Gerade in der Spätschwangerschaft verdrängt das ungeborene Kind Magen und Darm und behindert so deren natürliche Funktion. So wird z.B. das Magenvolumen verkleinert und die Magensäure weicht in die Speiseröhre aus. Es kommt somit zum Auftreten von Sodbrennen.

Was kann ich tun?

Sodbrennen und Durchfall sind nur Symptome der verstärkten Progesteron-Produktion. Da das Progesteron für den Körper eine nützliche Funktion hat, hilft hier nur eine Bekämpfung der Symptome. Hierfür haben sich eine Vielzahl von Hausmitteln als nützlich erwiesen. Bei Durchfall sollte zudem auf eine verstärkte Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um den durch die ausgeschiedene Flüssigkeit entstandenen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Bei schweren und lang anhaltenden Beschwerden sollte jedoch immer Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. In schweren Fällen kann dieser dann Medikamente verschreiben, die die Beschwerden lindern.

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